Familientherapie
Die Familientherapie versteht sich als ganzheitlicher Ansatz: Persönliche Schwierigkeiten und Auffälligkeiten einzelner Familienmitglieder werden nicht nur als individuelle Störungen, sondern als Symptom von Beziehungsstörungen in der Familie gesehen. Diese Sichtweise ist für den Betroffenen, z.B. das Kind oder den Jugendlichen, entlastend. Veränderungen in der Sichtweise und im Verhalten der einzelnen Familienmitglieder untereinander führen im Laufe der Therapie zum Abbau vorhandener Auffälligkeiten wie etwa Schulschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten oder psychosomatischen Beschwerden.
UNSER ZIEL
Ziel ist nicht nur die Überwindung der Probleme, sondern auch die Beziehungen der Familienmitglieder insgesamt lebendiger und intensiver zu gestalten und dem Einzelnen genügend Raum für seine persönliche Entwicklung zu schaffen.
Unsere Vorgehensweise
Unsere Arbeitsansätze gehen auf unterschiedliche familientherapeutische Schulen zurück, u.a. auf die strukturelle Familientherapie nach Salvador Minuchin, der besonderen Wert auf Strukturen (Generationen, also z.B. Eltern und Kinder) und Grenzen (z.B. zwischen den Generationen) legt. Entsprechend dem Mailänder Modell (Selvini Palazzoli) kümmern wir uns um die Interaktionsmuster der Familie.
In der Arbeit mit der Familie geht es nicht um die Aufarbeitung der Vergangenheit oder rationale Erklärungen der Situation. Vielmehr gilt es, die spezifischen „Spielregeln“ der jeweiligen Familie zu erkennen. Ein mögliches Ziel unserer Arbeit ist es, die gewohnten Zusammenhänge untereinander aus dem Gleichgewicht zu bringen, sie zu verändern und die Regeln neu zu schreiben.
Wir orientieren uns bei der familientherapeutischen Arbeit an der Lösung, nicht an der Störung und bauen auf den Ressourcen der Familie auf.
Arbeitsmittel und Methoden sind hier u.a. die Arbeit mit Skalierungen, paradoxe Interventionen sowie positive Konnotationen, Familienaufstellungen, Familienskulpturen, zirkuläres Fragen, Arbeit mit dem Familienbrett und der Familienscheibe, Genogrammarbeit uvm.
Die Zielgruppe
Hierbei steht die Familie als System im Fokus. In aller Regel findet das Erstgespräch im Setting mit dem Gesamtsystem statt; im späteren Verlauf arbeiten wir je nach Bedarf und Situation mit der ganzen Familie, Teilen (Elternpaar, Kindergruppe) oder auch mit einzelnen Personen.






