UNSERE ZIELE
Ziele der Kinder-Intervention:
Kinder in hochkonflikthaften Trennungsfamilien zeigen oft psychosoziale Auffälligkeiten. Wir versuchen, diese zu vermeiden oder zu mindern.
Ziele der Eltern-Intervention:
Hochstrittige Eltern weisen oft eine geringe Offenheit für neue Erfahrungen, eine reduzierte Verträglichkeit und unflexible Denkstrukturen auf. Häufig gehen diese Merkmale mit einer verzerrten Wahrnehmung und eingeschränkter Emotionsregulierung einher.
Unsere Vorgehensweise
Unser Interventionsprogramm umfasst drei Bausteine, die in ihrer Kombination die Auswirkungen einer hochstrittigen Trennung auf die Familie und so auch die Belastung der betroffenen Kinder zu reduzieren.
Die Zielgruppe
Dieses Angebot richtet sich an Familien, die sich in einem konflikthaften Trennungsprozess befinden. Merkmale solcher Familien können sein:
DIE KINDEREINHEIT
in Gruppenform
Die Kindereinheiten finden wöchentlich über 10 Termine à 2 Stunden parallel zu den Elterneinheiten statt. Sie werden von zwei Berater:innen durchgeführt. Der Gruppenrahmen führt zu einer Normalisierung der Thematik und der damit einhergehenden Emotionen. Durch den Austausch mit anderen stellen die Kinder fest, dass sie mit ihren Gedanken und Gefühlen nicht alleine sind. Sie können sich gegenseitig helfen, die elterliche Trennung zu bewältigen. Das fördert unter anderem die soziale Kompetenz, die Empathie und das Selbstwirksamkeitserleben der Kinder.
Die einzelnen Termine der kindzentrierten Intervention sind ritualisiert aufgebaut. Das vermittelt den Kindern die Sicherheit und Orientierung, die sie benötigen, um sich besser öffnen und ihre eigenen Themen angehen zu können. Themenspezifische Schwerpunkte und spielerische Aktivitäten wechseln sich ab, wobei die Themen teilweise auch in die Spielgestaltung einfließen.
DIE ELTERNEINHEIT
als Gruppenintervention
Die Elterneinheit umfasst zwei getrennte Gruppen mit jeweils einem der Elternteile. Die Gruppen sind nicht nach Geschlechtern aufgeteilt. Durch die Arbeit in unterschiedlichen Elterngruppen haben beide Elternteile die Möglichkeit, sich der Thematik zunächst getrennt voneinander zu nähern, bevor der Inhalt anschließend im dritten Teil, der Elternberatung, zusammengetragen wird. Die Elterneinheit findet an je 7 Terminen à 2 Stunden im zweiwöchigen Abstand statt. Beide Elterngruppen werden von denselben Berater:innen durchgeführt, sodass beide Elternteile mit ihnen vertraut sind.
Die einzelnen Termine sind strukturiert aufgebaut. Eine Einheit umfasst im Kern drei wesentliche Elemente: Die Wissensvermittlung, die Selbsterfahrung und der Transfer auf die eigene Familie.
Die Wissensvermittlung erfolgt im wesentlichen durch die Berater:innen.
Im Rahmen der Selbsterfahrung werden die Eltern auch zu Rollenspielen eingeladen. Das Ziel ist, die Eltern zum Nachempfinden bestimmter Emotionen bzw. Haltungen zu bringen und so die Perspektivübernahme zu fördern. Abschließend sollen die Eltern das Erlernte auf das eigene Familiensystem übertragen und eigene, veränderte Handlungsimpulse daraus ableiten.
In allen Elementen der jeweiligen Einheiten regen wir die Teilnehmer:innen zu einem gegenseitigen Austausch an.
Am Ende jedes Termins wird eine Übung vereinbart. Sie bildet die Grundlage für die Übertragung der Inhalte der Einheit in den Alltag. Zu Beginn jedes Treffens werden diese Übungen gemeinsam nachbereitet.
DIE ELTERNBERATUNG
mit beiden Elternteilen
Hier werden die Inhalte in der Elterneinheiten zusammengetragen. Die Elternberatung wird von einer Berater:in aus der Elterneinheit und einer Berater:in aus der Kindereinheit durchgeführt, um einerseits auf bereits Erarbeitetes zurückgreifen und andererseits die Perspektive des Kindes präsent zu haben. Im Verlauf der Elternberatung sind mehrere Familiengespräche vorgesehen, zu denen die Kinder dazukommen. Für die Elternberatung sind 10 Termine à 2 Stunden anberaumt.
Ziel der Elternberatung ist es, eine Elternvereinbarung auszuarbeiten. Diese beinhaltet u. a. Themen wie die elterliche Kommunikation und eine Umgangsregelung. Zudem werden die Kindeseltern von den Fachkräften darin begleitet, das in dem Gruppensetting Gelernte umzusetzen. Das heißt, die Kindeseltern werden stetig dafür sensibilisiert, die Bedürfnisse ihres Kindes nachzuvollziehen.
Die Inhalte der Elternberatung sind vorstrukturiert, wobei die Ausgestaltung der Termine sich nach dem Bedarf und den Themen des Systems richtet.







